Auf die Frage, ob die Energiewende ein Potential für die österreichische Industrie biete antwortete Junghans, dass im Bereich der Effizienzsteigerung insbesondere im Gebäude- und Industriebereich eine Reihe von Maßnahmenpaketen definiert wurden und sich in der Umsetzung befinden, die überdurchschnittliche Wachstumschancen bieten (zB. Anwendungen im Bereich Antrieb, Motoren, elektrische Geräte, Beleuchtung, etc.), aber auch in den Bereichen der intelligenten Verkehrsinfrastruktur und intensiveren Vernetzung mit IKT-Anwendungen. Zur Entwicklung des Strompreises führte Junghans aus, dass dieser zwar über die letzten 5 Jahre in Österreich um rund 20% gesunken sei, dennoch aber österreichische Industriebetriebe in den USA/Kanada einen um 67% bzw. in Asien (exkl. China) einen rund 20% niedrigeren Strompreis verzeichnen. Bei der Entwicklung der Gaspreise zeigt sich eine Verschiebung der unterschiedlichen Dynamiken in den USA vs. Europa noch dramatischer. Während sich der Gaspreis 2005 noch auf einem paritätischen Niveau bewegte hat sich der Preis in den USA bis 2014 auf 45% des österreichischen Niveaus reduziert.
„An der Energiewende führt kein Weg vorbei. Das heißt, wir müssen auf erneuerbare Energie und Energieeffizienz setzen. Innovation und Forschung in diesem Bereich sind der Weg der Zukunft, nicht die Hoffnung auf billige Energiepreise“, betont Bundesminister Andrä Rupprechter. Die Energiewende sei auch eine wirtschaftliche Chance. Die Anzahl der Unternehmen, die mit Erneuerbaren und Energieeffizienz Gewinne machen, steige kontinuierlich. Das Exportpotenzial sei in diesem Bereich besonders groß. Investition in Umwelttechnologien und Klimaschutz gehörten zu den vielversprechendsten Strategien. „Fossile Ressourcen sind endlich und die kohlenstoffbasierte Energieversorgung führt zu einem dramatischen Klimawandel. Daher muss man jetzt beginnen, sich im Wirtschaftssystem neu zu orientieren und die Faktoren Energie und Ressourcenverbrauch stärker in zukünftige Strategien einzubeziehen.“
Unter den Gästen befanden sich u.a. Wolfgang Schüssel (Bundeskanzler a.D.), Ulrike Baumgartner Gabitzer (Vorstand APG), Alois Steinbichler (CEO Kommunalkredit Austria AG), André Tissot (Generaldirektor Société Générale), Michael Ahammer (Geschäftsführer KPMG), Robert Cerwinka (Vorstand Easybank AG), Ferdinand Eberle (Aufsichtsratsvorsitzender TIWAG), Peter Fuchs (Aufsichtsrat GrECo International AG), Peter Laggner (Vorstand Trimetis AG), Hansjörg Tengg (Geschäftsführer Smart Technologies), Herbert Pichler (BMF), Günther Tengel (Manging Partner Amrop Jenewein), Andreas Koman (Tele2), Roman Fuchs (WIENER STADTWERKE Holding AG), Robert Hartl-Clodi (Energie AG Oberösterreich Trading GmbH), Andreas Wollein und Thomas Reitböck (VERBUND AG), Rainer Gunz (Borealis AG), Peter Wohlgemuth (Energie Steiermark AG) uvm.
Binder Grösswang ist traditionell in den Bereichen Öffentliches Wirtschafts- und Umweltrecht, Energie und Infrastruktur stark verankert. Die Kanzlei erhielt 2014 zwei hochkarätige internationale Auszeichnung in Folge, die Kanzlei ist in London von IFLR (International Financial Law Review) zur "Austrian Law Firm of the Year 2014" gekürt worden und erhielt ebenfalls in London den "Chambers Europe Award for Excellence 2014".
Die Veranstaltungsreihe Binder Grösswang impulse widmet sich aktuellen Themen und herausragenden Persönlichkeiten und findet ca. 2 Mal jährlich in exklusivem Rahmen in den Wiener Kanzleiräumlichkeiten statt.